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WikiLeaks ist nicht zu verbannen

Datum: 05.12.2010 - 13:33:03 Uhr

Mit solchen „Mirrors“ (Spiegelungen) der Website an unterschiedlichen Orten werde es unmöglich, „WikiLeaks jemals völlig aus dem Internet zu verbannen“, erklärten die Betreiber der Plattform.

Die zentrale Adresse wikileaks.org ist seit Freitag nicht mehr erreichbar, weil die US-Firma EveryDNS.net, bei der diese Adresse geführt wurde, den Eintrag aus ihrer Datenbank entfernt hat. Der Anbieter begründete die Entscheidung mit fortgesetzten Hackerangriffen auf wikileaks.org. Dies wird allerdings von Internet-Experten als Vorwand betrachtet. Auch andere US-Firmen wie Amazon und der Bezahlservice PayPal haben ihre Geschäftsverbindungen zu WikiLeaks abgebrochen.

Auch die Schweizer Internet-Adresse wikileaks.ch war zeitweise nicht mehr verfügbar, da diese ebenfalls über EveryDNS.net lief. Die Piratenpartei der Schweiz, die die Adresse registriert hat, konnte aber den Betreiber des sogenannten Name-Servers wechseln, so dass wikileaks.ch am Wochenende wieder erreichbar war.

Die Regierung der USA hat die Veröffentlichung von vertraulichen Depeschen ihrer Botschaften in aller Welt scharf kritisiert und prüft rechtliche Schritte. Seit einer Woche berichten mehrere internationale Medien, die dieses Material vorab von WikiLeaks zur Verfügung gestellt bekamen, über die Enthüllungen. Auf der Website von WikiLeaks wurden bisher mehr als 800 der insgesamt über 250 000 Dokumente veröffentlicht.

Quelle: Focus online via DPA

Zu WikiLeaks  WikiLeaks on Twitter

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